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                  Dienstag - 30.03.2004

                  Landesinitiative Brennstoffzellen
                  H.C. Starck im Entwicklungsverbund für Zukunftsenergie

                  Goslar, 30. März 2004 – Anlässlich der Pressekonferenz im 
                  Gästehaus der Landesregierung in Hannover unterzeichneten neun 
                  niedersächsische Institute und Unternehmen eine 
                  Absichtserklärung zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der 
                  Brennstoffzellentechnologie – darunter auch das Goslarer 
                  Unternehmen H.C. Starck GmbH. Initiiert vom Land Niedersachsen 
                  koordiniert die Innovationszentrum GmbH in Hannover diese 
                  Landesinitiative mit dem Ziel, das Wirtschafts- und 
                  Entwicklungspotenzial und die Kommerzialisierungsstrategien 
                  für diese zukunftsträchtige Form der Stromerzeugung gemeinsam 
                  mit den Verbundpartnern herauszuarbeiten.

                  H.C. Starck, ein weltweit führender Hersteller von 
                  Refraktärmetallen und Spezialkeramiken, befasst sich seit Ende 
                  der neunziger Jahre intensiv mit dem Thema Brennstoffzelle. 
                  Die Brennstoffzellentechnologie ist derzeit eine der 
                  fortschrittlichsten Technologien zur direkten Umwandlung von 
                  Brennstoffen wie z.B. Benzin, Diesel, Erdgas und Wasserstoff 
                  in Strom. H.C. Starck und ihre im letzten Jahr akquirierte 
                  Tochtergesellschaft InDEC B.V./Niederlande sind führend auf 
                  dem Gebiet der keramischen Solid Oxide Fuel Cells (SOFC) 
                  Komponenten-Fertigung. Der Vorteil dieser Brennstoffzellenform 
                  gegenüber anderen ist, dass diese oxidkeramische 
                  Brennstoffzelle relativ anspruchslos in puncto Brennstoff ist 
                  und damit eine relativ niedrige Systemkomplexität erfordert. 
                  Sie kann sowohl mit reinem Wasserstoff als auch mit Erd- oder 
                  Biogas und Benzin oder Diesel arbeiten. Da 
                  SOFC-Brennstoffzellen bei einer Betriebstemperatur von 850 bis 
                  1.000 Grad arbeiten, sind sie für den Einsatz in Kraftwerken 
                  und der dezentralen Hausenergieversorgung aber auch für die 
                  Bordstromversorgung von Nutzfahrzeugen und PKWs prädestiniert. 
                  Eine kürzlich mit der Webasto AG geschlossene Kooperation 
                  zielt darauf ab, SOFC-Systeme zu entwickeln, die in so 
                  genannten APUs (Auxiliary Power Units) zur on-Board-Erzeugung 
                  von Elektroenergie in Fahrzeugen eingesetzt werden können. 
                  Solche zusätzlichen Stromversorgungssysteme werden in Zeiten 
                  der rasant zunehmenden Zahl von Stromverbrauchern wie 
                  Klimaanlage, Sitz- und Scheibenheizungen, ESP, 
                  Navigationssystem und viele mehr, immer wichtiger, da die 
                  derzeitige Stromerzeugung über den Verbrennungsmotor und die 
                  Lichtmaschine nur einen sehr niedrigen Wirkungsgrad hat. Eine 
                  SOFC-APU kann den Strom um ein Mehrfaches effektiver direkt 
                  aus Diesel oder Benzin erzeugen.

                  Der Weg bis zum kommerziellen Erfolg der 
                  SOFC-Brennstoffzellensysteme erfordert aber noch weitere 
                  intensive und umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit. 
                  In diesem Zusammenhang wird die Landesinitiative 
                  Brennstoffzelle des Landes Niedersachsen sehr begrüßt. H.C. 
                  Starck sieht in diesem Verbund die Möglichkeit, die in 
                  Niedersachsen vorhandenen Kompetenzen für eine erfolgreiche 
                  Kommerzialisierung der Brennstoffzellentechnologie besser zu 
                  nutzen. Dies betrifft beispielsweise die Kompetenzen und 
                  Expertisen zu peripheren Geräten in SOFC-Systemen wie sie im 
                  CuTeC und in der TU Clausthal vorhanden sind. Weiterhin wird 
                  die Landesinitiatve durch Netzwerkbildung und 
                  Informationsaustausch neue Partnerschaften, Arbeitsteilungen 
                  und ein effizienteres Arbeiten ermöglichen.

                  Letztlich wird mit dieser Landesinitiative der Grundstein 
                  dafür gelegt, dass diese zukunftsweisende Technologie der 
                  Energieversorgung, die noch in diesem Jahrzehnt den 
                  kommerziellen Durchbruch erreichen wird, auch in Niedersachsen 
                  Fuß fassen kann.

             
                     

                   




       
            Stand: 08.April 2004Top 


